Thailändisch Lernen leichtgemacht 	  Sprachen sind eine Bereicherung für alle Menschen, egal wie alt sie sind oder aus welchen Gründen sie eine andere Sprache lernen möchten. Denn Fremdsprachenkenntnisse helfen dabei, persönliche wie nationale Grenzen zu überwinden. Sie erleichtern die Verständigung, fördern die Zusammenarbeit und die Mobilität der Menschen. 	  Das Thai kennt nur wenige grammatische Regeln, z.B.  • keine Beugung, keine Artikel  • einfache Wortstellung: Subjekt, Prädikat, Objekt.  • Fast eine Bilderschrift  Diese ständig wiederkehrenden Wörter sind auch wichtig beim Entziffern. Denn Thai wird zwar von links nach rechts mit Buchstaben geschrieben, alle Wörter hintereinander (=wirgehenzusammenessen), ohne Punkte und Kommas, aber mit Zwischenräumen nach ganzen Sätzen. Als Silbensprache wird es aber dennoch zum Teil wie eine Bilderschrift gelesen. Thais entziffern nicht Buchstaben für Buchstaben, wie wir es tun, wenn wir ihre Schrift lernen. Klassifikatoren sind wie Tonzeichen und charakteristische Vokalfolgen sehr an der Bildung unverwechselbarer Wortbilder beteiligt.   Wortbilder, wie sie früher für den geübten Leser auch bei uns in den Frakturschriften viel deutlicher auftraten, erleichtern dem Auge das Erfassen:  โรงเรียน        roong rian (Schule)  โรงแรม          roong rääm (Hotel)  โรงพยาบาล roong pa jaa baan (Krankenhaus)  โรงไฟฟ้า       roong fai faa: (Elektrizitätswerk)  Der Leser nimmt den Klassifikator (โรง roong = Gebäude) eigentlich gar nicht bewußt auf, sondern erfaßt gleich die entscheidende Silbe.  Die Thai-Sprache besitzt 20 Konsonanten- und 24 Vokallaute. Viele Laute sind deutschen Lauten sehr ähnlich, insgesamt jedoch ist die Phonetik für Deutsche recht schwierig; gängige Lautschriften können sie nur eingeschränkt darstellen. Die Schrift ist eine Buchstabenschrift. Sie besteht aus 42 Konsonantenzeichen (ursprünglich 44), 32 Vokalzeichen und 4 Tonzeichen. Die Konsonanten werden von links nach rechts geschrieben, die Vokale in verschiedene Positionen um die Konsonanten: davor, dahinter, darüber oder darunter. Tonzeichen werden über die zugehörige Silbe geschrieben.  Es gibt keine Zwischenräume zwischen den Wörtern: Zwischenräume werden nach Sinneinheiten gesetzt, die Satzteile oder vollständige Sätze sein können. Es gibt im Allgemeinen keine Satzzeichen, ebenso keine Groß- und Kleinschreibung. 	  Verhältnis zu anderen Sprachen  Die Verwendung von Silbentönen und die Grammatik ähneln dem Chinesischen. Das Schriftsystem ist jedoch völlig verschieden: Die einzelnen chinesischen Schriftzeichen stehen für ganze Wörter (Begriffsschrift / Ideographie), während die thailändischen Schriftzeichen die einzelnen Sprachlaute repräsentieren (Buchstabenschrift / Alphabet). Dem Thai nahe verwandt ist die laotische Sprache, die auch im „I-Saan" (Nordost-Thailand) gesprochen wird.   	    Gesellschaftliche und kulturelle Hinweise  Die Thai-Gesellschaft ist sehr standes- und statusbewusst; bei den sozialen Beziehungen und der Kommunikation spielt die gesellschaftliche Stellung eine große Rolle. Es ist wichtig zu verstehen, dass viele Verhaltensweisen Erbe einer alten Tradition des Respekts zwischen Nicht-Gleichen sowie der buddhistischen Religion sind. Beispiele hierfür sind die zusammengelegten Hände, das Verhalten mit den eigenen Körperteilen vom Kopf bis zu den Füßen gegenüber anderen Personen, das Lächeln und die Rücksichtnahme.  Die gesellschaftliche Stellung wird in abnehmender Wichtigkeit bestimmt durch Status der Familie, berufliche Position, Alter, Einkommen, Geschlecht und Religionzugehörigkeit und drückt sich außer in der äußeren Erscheinung (z.B. Kleidung), den Umgangsformen, dem gesellschaftlichen Umgang (z.B. Freunde, Bekannte), dem Wohnort und dem Freizeitverhalten auch deutlich in der Sprache aus. Die soziale Abstufung in der gesprochenen Sprache ist oft noch feiner als in der Schriftsprache Herzlich Willkommen Ipse fecit
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